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Die Kontakt-Gesellschaft

Wirtschaftsgüter verlieren an Wert, wenn man sie nutzt, z.B. das Auto. Soziale Güter vermehren sich, wenn man sie nutzt, z. B. die Fähigkeit zu Kontakten.

These: Eine neue Kontakt-Gesellschaft der reichen sozialen Güter aus Beziehungen und Gemeinschaften eröffnet eine positive Zukunftsperspektive angesichts der Grenzen des Wachstums und knapper werdenden Umweltressourcen.

 Helmut Saiger: Die Kontakt-Gesellschaft, 141 Seiten, Independently published, Freiburg 2018, Taschenbuch 7,90 EUR (D), ebook 2,99 EUR (nur bei amazon erhältlich).

Gliederung:

I. Sind wir, was Zusammenhalt und Miteinander angeht, zum Entwicklungsland geworden?

Sind wir atomisiert? Einsamkeit und Angst. Warum sind soziale Kontakte so wichtig?

II. Die persönlichen Kontaktnetze reicher gestalten

Wie viel „Kulisse“ brauchen Kontakte? Soziale Güter vermehren sich durch Nutzung. Braucht es ein Ministerium gegen Einsamkeit? Empathie. Geht es ohne Konflikte? Geht es um glücklich machen? Übertriebene Erwartungen, Belastbarkeit. Ohne Vertrauen in andere geht es nicht. Für jedes Bedürfnis eine Gruppe? Keine Zeit für Kontakte?

III. Die Stadt der Kontakte

Straßen und Plätze. Cafés und andere Dritte Orte. Private Haushalte. Häuser und Quartiere. Die Stadt als virtueller Kontaktraum.

IV. Die Kontaktgesellschaft als Tätigkeitsgesellschaft

Zählt nur Erwerbsarbeit? Eigenarbeit und die Kooperation zwischen privaten Haushalten. Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement. Share- und Tauschgemeinschaften. Hilfenetze.

V. Was macht die Kontaktgesellschaft aus?

Lieber gut leben statt viel haben. Zusammenhalt: Die Balance zwischen Ich und Wir. Woraus entsteht Wohlfühlstand? Konturen einer neuen Kontakt-Gesellschaft

VI. Ein neuer Vertrag zwischen unvollkommenen Menschen?

Thesen:

1) Wir sind, was Zusammenhalt angeht, zum Entwicklungsland geworden.

2) Neben der Erhaltung der natürlichen Umwelt ist die zweite wichtige Zukunftsaufgabe die Wiederbelebung der sozialen Umwelt der Beziehungen und Gemeinschaften.

3) Komfortdenken, Nutzenkalkül und Ego-Orientierung beherrschen den sozialen Raum.

4) Sollte es einmal eine wirklich schwere wirtschaftliche Krise geben, so wird sich die Armut an sozialen Netzen als Katastrophe erweisen.

5) Würden wir mehr in Familie, Freunde und private Netze investieren, bräuchten wir weniger Status und Geld dafür, immer wieder neu Unbekannte für uns einzunehmen.

6) Eine reiche Kontaktgesellschaft ist eine Gesellschaft, die das zwischenmenschliche Zusammenspiel wieder in den Mittelpunkt rückt und in der die Menschen wieder mehr vom Kulissenbauer zum Kontaktbauer werden.

7) Statt soziale Beziehungen mit unrealistischen Anforderungen und einseitigen Menschenbildern (fit, erfolgreich, tugendsam…) zu überfrachten, sollten wir lieber einen Vertrag zwischen unvollkommenen Menschen schließen.

8) Wir brauchen neben dem Bruttoinlandsprodukt einen zweiten Erfolgsmaßstab: Das Wohlfühlprodukt aus den sozialen und kulturellen Lebensbedingungen der Bevölkerung.

9) Die Grundlage für nachhaltige Kontakte sind gemeinsame Tätigkeiten und Aufgaben. Eine neue Kontaktgesellschaft ist eine über die Erwerbsarbeit hinausgehende Tätigkeitsgesellschaft.

10) Eine neue Kontaktgesellschaft der reichen sozialen Güter aus Beziehungen und Gemeinschaften eröffnet eine positive Zukunftsperspektive angesichts der Grenzen des Wachstums und knapper werdenden Umweltressourcen.

Leserstimmen:

Die folgenden Leserstimmen beziehen sich auf das Vorläuferbuch (Helmut Saiger: Kontakte statt Kulisse. Miteinander gut leben statt nur viel haben). Das aktuelle Buch „Die Kontakt-Gesellschaft“ ist eine gekürzte und aktualisierte Neuausgabe.

Mit Ihren Thesen treffen Sie den Nerv der Zeit.“ Anselm Bilgri, Zentrum für Unternehmenskultur, München;

„Ich habe Ihre Thesen mit rückhaltloser Zustimmung gelesen. Genau darum geht es: Sollte es einmal eine wirklich schwere wirtschaftliche Krise geben, so wird sich die Armut an sozialen Netzen als Katastrophe erweisen.“ Prof. Dr. Meinhard Miegel;

„Ich denke, dass Ihre Diagnose evident ist. Es ist unsere Aufgabe, den auseinanderstrebenden Kräften eine neue Form des Miteinanders und des Zusammenhalts entgegenzusetzen.“ Hanns-Jörg Sippel, GF Stiftung Mitarbeit, Bonn;

„Saiger zeigt, wie eine Gesellschaft der reichen Beziehungen und Gemeinschaften aussehen kann und gibt ihr mit dem Begriff der „Kontaktgesellschaft“ eine griffige Bezeichung.“ ChangeX.de;

„Denk- und Lösungsansätze, die das menschliche Miteinander verändern können … kurzweilig, tiefgründig, diskussionsanregend. Interessant auch, wie der Autor in einen Dialog mit einem „Freund“ tritt und somit ergänzend unterschiedliche Sichtweisen, Handlungen und Empfindungen zur Darstellung gelangen lässt.“ theintelligence.de 


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